Startseite
  Über...
  Archiv
  Meine Schatzüüüüüs
  VIIIIIIIIEEEEELLLLEEE sprüche^^
  WARUM????
  Fotos
  Süße Bilder
  alle drei zusammen(wizo,bfmv,GD)
  Warum Amerika nicht gewinnen kann!!!!
  Alles über MICH
  Gedanken
  Gedichte
  Meine Freunde (nur die wichtigsten)^^
  Songetexte:
  Gästebuch
  Kontakt
 



  Links
   page meina süßä-->biene<--
   Bullet for my valentine
   die Toten Hosen
   wizo 1
   bambusratte
   SCM,der geilste segel club in münster....
   GreenDay (die geilste band überhaupt)
   Page meines Bruders



http://myblog.de/speddy

Gratis bloggen bei
myblog.de





Bullet For My Valentine
Gesang – Matthew 'Matt' Tuck
Gitarre – Michael 'Padge' Padget
Drums - Michael 'Moose' Thomas
Bass – Jason 'Jay' James
Bullet For My Valentine - vier Wörter, an denen wir gefälligst ersticken sollen. So begrüssen die vier Waliser ihre Fans auf ihrer Homepage. Die Newcomer halten nicht viel von falscher Bescheidenheit und Diplomatie.
Stattdessen setzen Bullet For My Valentine in allen Lebenslagen auf Vollgas - so auch in ihren mittlerweile legendären Konzerten. “Ich verstehe nicht, wie man als Musiker während eines Gigs nur rumstehen kann”, verdeutlicht Gitarrist Michael Padget die allabendliche Maxime seiner Band. “Für mich geht es darum, eine gute Show abzuliefern und vollen Einsatz zu zeigen!”
Mit dieser Herangehensweise haben Bullet For My Valentine auf der britischen Insel bereits einen beachtlichen Status erreicht - ganz ohne Release, nur mit dem übel riechenden Bühnenschweiß unter den Achseln. Selbst wenn man die zum Hype gern bereite, überschwängliche englische Presse beiseite lässt, gehören Bullet For My Valentine definitiv zu den heißen Eisen der europäischen Metal-Szene. Die Tour im Vorprogramm der New Wave Of American Heavy Metal-Titanen Chimaira geriet zu einem nackenbrechenden Event - nicht nur wegen der schweißtreibenden Performances. “Wir waren wie Sardinen hinten im Bus zusammengepfercht und haben daher Dinge voneinander erfahren, die wir lieber nicht erfahren hätten.”, lacht Sänger Matthew Tuck rückblickend. “Aber: Solche Widrigkeiten sind total nebensächlich - weil wir alle hundertprozentig von dem überzeugt sind, was wir tun.” Bullet For My Valentine wurden nicht so einfach an die Oberfläche gespült - sie haben sich nach oben gespielt.
Schon erstaunlich wie vital die Rockszene von Wales ist: Funeral For A Friend, Lost Prophets und nun Bullet For My Valentine - wobei Letztgenannte wohl den mit Abstand größten Metalfaktor in ihrem Sound aufbieten. Vor sieben Jahren beschlossen die Jungs aus Bridgend die Antwort nach der Frage “Wo zum Teufel sind all die Riffs hin?” (Matthew Tuck) selbst zu beantworten und den Helden ihrer Jugend, namentlich Metallica, Testament oder Iron Maiden, zu huldigen. Man nehme diese Einflüsse, versetze sie mit amtlichen Emocore-Einsprengseln sowie deftigem Metalcore-Gewitter und man kriegt eine ungefähre Ahnung davon, welch hochgradig explosives Gebräu die "Hand Of Blood"-EP beherbergt.
Der faustschwingende Opener ‘Hand Of Blood’ lässt mitreißende Hooks an massiven Riff-Monstern zerschmettern und zeigt das breite musikalische Spektrum einer Band, die technisches Können und leidenschaftliche Konzerte noch zu den wesentlichen Inhalten des Musikerdaseins zählen. ‘Cries In Vain’ pflegt klassisch-metallische Gitarrenharmonien und satte Dynamik, während das Quartett bei ‘Curves’ seine ruhigere, atmosphärischere Seite zeigt, über die Frontmann Tuck seine dürster-melancholische Gedanken flanieren lässt. ‘No Control’ und das abschließende ‘Just Another Star’ sind wiederum nichts anderes als unaufhaltsame Riff-Walzen, mit der Bullet For My Valentine nicht nur ihre stetig wachsende Fangemeinde begeistern konnten, sondern auch Produzent Colin Richardson und Mixer Andy Sneap (beide u.a. Machine Head), die für diese EP an den Reglern saßen. Bullet For My Valentine kamen, sahen und werden Wort halten - Atemnot garantiert!

 

 GREENDAY     
Billie Joe Armstrong (vocals, guitar)

Mike Dirnt (bass,vocals)
Tré Cool (drums) 

Ende der 80er ist Punk verdammt tot, und Punkplatten liegen wie Blei in den Regalen. Fünf Jahre später sieht das schon wieder ganz anders aus - mit dem Erfolg von Nirvana ist Gitarrenmusik der härteren bzw. schnelleren Gangart wieder gesellschaftsfähig, Punkbands verkaufen ihre Scheiben millionenfach. Die beiden erfolgreichsten sind The Offspring und Green Day.
Letztere stammen aus Berkley im sonnigen Kalifornien. Sie gründen sich 1987. zu der Zeit machen der 15-jährige Billie Joe Armstrong (Vocals und Gitarre), sein gleichaltriger Freund Mike Dirnt (aka Michael Pritchard, Bass und Backing-Vocals) und El Sobrante (aka John Kiffmeyer, Drums) noch unter dem Namen Sweet Children Musik. Zusammen bringen sie ihre erste Single "Slappy Hours" auf Lookout!-Records raus.
Der Chef eben dieses Plattenlabels kennt einen jungen Schlagzeuger aus der Nachbarschaft. So kommt Frank Edwin Wright III, heute besser bekannt als Tre Cool, 1989 nach diversen Wechseln am Schlagzeug hinter die Becken. Dort sitzt er bis heute. Im selben Jahr kommt bei Lookout! auch ihre erste Platte raus "1039 / Smoothed Out Slappy Hours" - hauptsächlich eine Zusammenstellung alter Eps, auf denen noch Kiffmeyer die Felle prügelt.

Als 1992 "Kerplunk" auf den Markt kommt, macht das Album Green Day in der Punk- und Independentszene zu kleinen Stars und führt letztendlich dazu, dass die Jungs ihre Seelen an die "böse Majorcompany" Reprise bzw. Warner verkaufen - zumindest in den Augen einiger Fans.

1994 liegt der ganz große Braten auf dem Tisch: "Dookie" erscheint, und die Welt liegt Green Day zu Füßen. Insgesamt verkauft sich ihr Majordebüt mehr als elf Millionen Mal, sie spielen bei Woodstock II, haben wohl für den Rest ihres Lebens ausgesorgt, und das Punkrevival erlebt seinen Höhepunkt.

Danach geht es ein wenig bergab. Das ein Jahr später erscheinende Album "Insomniac" verkauft sich zwar gut, bleibt aber weit hinter "Dookie" zurück. Im Frühjahr 1996 brechen sie wegen Burnouts noch ihre Europatournee ab, was sie später als den größten Fehler ihrer Laufbahn bezeichnen. Den Rest des Jahres nutzen sie, um an neuem Material zu arbeiten. "Nimrod" erscheint 1997 und zeigt Green Day in besserer Form als je zuvor.

Bis ihr sechstes Album das Licht der Welt erblickt, gehen drei Jahre ins Land, erst im Herbst 2000 gibt es neues Material von Green Day. Der Versuch dieses Mal mit Scott Litt (R.E.M., The Replacements, Nirvana) als Produzent am Album zu arbeiten, wird nach kurzer Zeit wieder verworfen. Letztendlich ist "Warning" eine Platte geworden, die weg vom Punk, mehr in Richtung Pop und Songwriter-Style geht.

Es folgt eine Pause, die für alte Fans gähnende Leere bedeutet: Green Day gehen lange nicht auf Tour, bringen eine Single- und eine mäßige B-Seiten-Collection auf den Markt.

Erst nach vier Jahren schlagen sie wieder neue Töne an. Und was für welche: Mit "American Idiot" beginnen auch Green Day, im hohen Alter noch politisch (korrekt) zu werden. Nebenbei entfaltet sich ein Konzeptalbum, bei dem ein Song schon mal so lange dauert wie früher vier. "Punk-Oper" taufen eifrige Vermarkter das Epos. Bezeichnung hin oder her, die im Januar 2005 folgende Deutschlandtour ist komplett ausverkauft. Das Album verkauft sich auch bestens, so ist es nur folgerichtig, dass Green Day u.a. mit ihrem Video zu "Boulevard of Broken Dreams" bei den MTV Awards 2005 im August in insgesamt sieben Kategorien abräumen.
  WIZO :                                   Mit einer großen Abschiedstour quer durch Europa wird Anfang 2005 eine Band zu Grabe getragen, die als kleine Keller-Combo begann und später als heißester Exportartikel in Sachen deutscher Punkrock um den ganzen Globus reiste. Auf dem eigenen Label verkauften sie einige hunderttausend Tonträger und waren berüchtigt für ihre Skandale und Aktionen, mit denen sie sich in ihrer 19- jährigen Laufbahn wiederholt die Aufmerksamkeit der Medien auf der ganzen Welt verschafften. Zuletzt mit ihrer „STICK-EP“. Ein wiederbeschreibbarer USB- Stick, der als erster Tonträger der Welt, über die Musik hinaus einen Eigenwert für die Fans brachte und erneut für ein großes Medienecho sorgte. Auf ihrer letzten Tournee werden sich die drei Schwaben 35 Mal von ihrer stärksten Seite zeigen, wenn sie bei einem Zwei-Stunden-Konzert im verschwitzten Club-Ambiente mit ihren Fans den Abschied feiern. Ein Abschied, der nicht wenigen schwer fallen wird. WIZO spielte den deutschen Soundtrack zur Punkwelle in den Neunzigern und vertonte für viele damit das Lebensgefühl einer ganzen Generation.
Am 5. März 2005 wird Axel Kurth, Sänger, Gitarrist, Komponist und Mastermind der Sindelfinger Punkrockband WIZO, seinen Geburtstag feiern. Wenn alles gut geht, hat er zu diesem Zeitpunkt ein wichtiges Kapitel seines Lebens abgeschlossen. Am Vorabend wird er das allerletzte WIZO-Konzert gespielt haben und hat damit etwas beendet, was für die vergangenen 19 Jahre die musikalische Hauptrolle in seinem Leben spielte.
WIZO wurde auf dem Schulhof gegründet, als er in die zehnte Klasse ging. Als lustige Idee eigentlich, um der Langeweile der Daimlerstadt zu entkommen und um selbst etwas zu machen, anstatt nur rumzuhängen. Punk war damals zwar nicht mehr ganz neu, aber immer noch spannend und sogar noch ziemlich gefährlich. Punkrock war im Gegensatz zum sterilen Synthie-Pop oder dem bornierten Haarspray-Heavy-Metal eine Möglichkeit, direkt Energie umzusetzen, scheißegal, ob man ein Gitarrensolo konnte oder nicht.
Es dauerte eine Weile, aber irgendwann hatten WIZO ihr erstes Konzert, in einem Jugendhaus in der schwäbischen Provinz. Dann ein zweites und drittes. Sie spielten auf Parties, in besetzten Häusern. Ziemlich früh erkannten sie die Chancen, die eine lebendige Szene bot. Konzerte für andere Bands wurden ausgemacht, im Gegenzug gab es schon sehr früh Gigs weit weg von Sindelfingen. Eine Demo-Kassette wurde aufgenommen, verschickt, getauscht und plötzlich sogar massenhaft verkauft. Es folgten mehr Konzerte, Umbesetzungen und noch eine Demo-Kassette. Man traf Leute, reiste an den Wochenenden durch die Republik und spielte vor immer mehr Menschen. Als WIZO irgendwann Fratz Thum traf, verging nicht einmal ein Jahr, und man hatte gemeinsam eine komplette Deutschland-Tour gebucht, die erste 7“-EP auf den Markt gebracht und schließlich sogar das erste Album „Für’ n Arsch“ veröffentlicht. Auf dem gemeinsamen Label „HULK RÄCKORZ“. Das war 1991.
Und es ging weiter, wie im Schnelldurchgang. Touren durch das ganze deutschsprachige Gebiet. Die zweite LP „Bleib Tafer“, nur wenige Monate nach der ersten. Wieder selbstfinanziert, Hilfe von irgend jemand gab es nicht, das kommerzielle Interesse an Punkrock mit deutschen Texten war zu dieser Zeit gering, einen Großvertrieb zu finden fast unmöglich.
WIZO spielten mehr Konzerte, überall im Land, dann sogar in Ungarn und der Tschecheslowakei. Und sie verkauften Platten, bald waren es einige Tausend. Zwischendurch gab es immer wieder Aufruhr um die drei Schwaben, mit Aktionen und Skandalen schafften Sie es, das Interesse der Boulevard-Journaille zu wecken. Man sah Sie im Fernsehen, las über sie in „Spiegel“ oder „Bild“.
Dann ein erster Höhepunkt. Mit der Idee, einen aktuellen Dance-Titel in Punkrockmanier zu covern, traten WIZO nicht nur eine Lawine los, die bis heute noch gelegentlich durch die Hitparaden rollt. Sie schafften es sogar bis ins Musikfernsehen, das damals noch aus London kam. Ihre Version von ACE OF BASEs „All That She Wants“ war nicht nur ein Charterfolg in Skandinavien, sondern die einzige Coverversion, die von den Schweden jemals genehmigt wurde. Das Video dazu hatten WIZO mit ihren Kumpels vom eben gegründeten Regionalfernsehsender für einen Kasten Bier gedreht, es wurde für sehr viel Geld an die Polydor in Hamburg verkauft. Sie gewannen den Wettkampf, der um die Schwaben nach ihrem MTV-Feature zwischen den Majorlabels entbrannt war. Das viele Geld wurde in einen Bandbus investiert, mit dem man auf noch mehr Konzerte fuhr.
Die Polydor war so schnell weg, wie sie aufgetaucht war. Die nächste Platte von WIZO wurde wieder auf HULK RÄCKORZ veröffentlicht. Es war ein Meilenstein in der deutschen Punkrockmusik, der sich bis zum heutigen Tag noch beinahe ungebrochen weiter verkauft. „UUAARRGH!“ traf den Nerv der Kids, die sich 1994 irgendwie weltweit im Aufbruch zu befinden schienen. WIZO war die Band aus Deutschland, die zur richtigen Zeit am richtigen Ort war, als die Punkwelle plötzlich auch hier ins Rollen kam. Die Platte ging schnell einige zehntausend mal über die Ladentheke. Die Konzerte waren ausverkauft und die Ereignisse überschlugen sich. Eine Lizensierung auf das kalifornische Label FAT WRECK CHORDS brachte den Tonträger um die ganze Welt, begeisterte Punkrocker von Kanada bis nach Neuseeland. Auch in Deutschland war das ganz große Interesse auf einmal da. Musikmagazine standen Schlange, „Die Ärzte“ wollten WIZO als Vorgruppe im Herbst 94. Vorher ging es auf die WARPED-TOUR in die USA und Kanada, danach auf Clubtour durch die Südstaaten.
Wieder Zuhause knirschte es. Der plötzliche Erfolg und die Menschen, die immer da sind, wo es nach Geld riecht, brachten einen fauligen Geruch mit sich. Spannungen untereinander entstanden. Die hektisch aufgenommene neue Platte „Herrénhandtasche“, pünktlich zur Tour mit „Die Ärzte“ veröffentlicht, schoß in die deutschen Album-Charts, Das Musikfernsehen flehte um einen Video-Clip und 10.000 Menschen in der Essener Grugahalle feierten eine Vorgruppe, bis der Boden zu wackeln begann. Am Ende des Jahres mußte der Schlagzeuger gehen. Der Rest der Band versuchte der rasanten Entwicklung standzuhalten. Alles wurde größer, teurer und wichtiger. WIZO war innerhalb von einigen Monaten zu einer Rockmaschinerie mutiert. Die Spannung zwischen dem, weshalb man alles einmal angefangen hatte und dem, zu was man geworden war, wurde immer unerträglicher.
Der neue Trommler, ein alter Kumpel spielte eines seiner ersten WIZO-Konzerte vor fast. 35.000 Menschen auf dem Bizarre-Festival. Bei der längst fälligen Detonation schließlich, erwischte es hier einige WDR Kameras. Trotzdem ging es beinahe ungebremst weiter. Die Tour 1996 war fast überall ausverkauft, WIZO schwammen im Erfolg, im Geld und in den Widersprüchen. Niemand hatte je geträumt, mit einer Schulhof-Punkrockband so weit zu kommen. Plötzlich reiste man nach Japan und spielte dort Konzerte, dann nach Kanada. In Quebec- City war es beinahe wie daheim in Stuttgart, 2000 Menschen sangen WIZO-Lieder und feierten die Sindelfinger, die es gar nicht mehr glauben konnten. Touren nach Frankreich und England schienen da nachvollziehbarer und wogen viel. Wenige Bands mit deutschen Texten hatten je im Nachbarland und im Mutterland des Punk gespielt, WIZO fanden sich auf einmal in ausverkauften Clubs wieder.
Mittlerweile gab es wieder einen neuen Schlagzeuger, die Band wollte endlich einen würdigen Nachfolger zur „UUAARRGH!“-Platte aufnehmen und verstrickte sich im eigenen Ehrgeiz. Ein eigenes Studio wurde gebaut, neue Songs ausgefeilt und schließlich totarrangiert. Zwischendurch immer wieder einzelne neue Stücke, die als Beiträge zu Samplern veröffentlicht wurden. Und ganz selten nur noch Auftritte, meist auf großen Festivals. Man wollte nichts vorwegnehmen von der großen neuen Platte, zu der dann die große neue Tour kommen sollte. Alles ganz perfekt und genauso, wie es alle von den drei Erfolgsschwaben erwarteten.
Irgendwie fehlte nur etwas, schon seit einiger Zeit. Als man 2003 aufbrach, um zum zweiten Mal durch Japan zu touren, mußte intern bereits sehr viel Aufwand betrieben werden, damit die höflichen Japaner nichts merkten. Daß niemanden etwas auffiel, war vielleicht ein letzter Beweis der harten Arbeitsweise der Sindelfinger. Als man zurückkehrte, wartete daheim ein großes Loch. Die Aufnahmen zur Platte waren faktisch zum Erliegen gekommen, die Band probte nicht mehr, Konzerte waren nicht geplant.
Ein unerträglicher Zustand für Axel Kurth. Fast dreißig neue Songs waren zu Bauruinen verkommen, halbfertige Aufnahmesessions, dutzende Demos, Vorproduktionen und verworfene Versionen. Eine Perspektive, das ganze kreativ zu retten gab es nicht mehr. Musikalisch hatte man sich untereinander nichts mehr zu sagen. Die Konsequenz drängte sich auf, der Entschluß zum Aufhören wurde gefaßt.
Beinahe im Alleingang flickte Axel nun Song-Baustellen zusammen, mischte Vorproduktionen ab, bastelte aus Pilotspuren fertige Stücken und produzierte schließlich eine neue „WIZO“-Platte. Um die Lieder aus dem Kopf zu bekommen, die er für eine Band geschrieben hatte, die irgendwann ihre Unschuld verloren hatte und weil man sich selbst irgendwo aus den Augen verloren hatte.
Mitten in der Produktion, widersprüchlicher könnte es kaum sein, katapultierte sich WIZO wieder einmal in die weltweite Beachtung. Durch ein revolutionäres Tonträger-Konzept, die „STICK-EP“, ein wiederbespielbarer USB-Stick, mit dem die Band den Fans den weltweit ersten Tonträger liefert, der durch seine Wiederbeschreibbarkeit Eigenwertigkeit bietet. Die Idee kam Axel, als er nach Auswegen aus der Musikbusiness-Tretmühle suchte. Als Nebenprodukt war sie jedoch so gut, daß sie trotz aller Zerfallserscheinungen an die Öffentlichkeit mußte. Die Reaktionen schwindelerregend, die Verkäufe des Sticks sprengten alle Erwartungen. Das enthaltene Songmaterial auf der „STICK-EP“ war bereits das Grundgerüst der geplanten finalen Platte.
Diese wurde zügig weiter zusammen gestellt, einen Namen gab es schon vorher, eine Idee für das Cover nicht. Am Morgen der selbst gestellten Deadline, fotografiert Axel die leere Klorolle im Studio kürt sie zum Cover. Die letzte WIZO-CD „anderster“ war fertig.
Konsequenterweise, weigerte er sich, das Ergebnis als „das Beste“ zu bewerben, „was er je gemacht hatte“. So, wie es in der Branche üblich ist, wo gerne übertrieben wird und in Marketingplänen gedacht wird. Keine Anzeigen, keine Freiexemplare, nicht mal eine Pressemitteilung zur neuen CD, nur ein Hinweis im bandeigenen E-Mail-Newsletter. Die Marke von zehntausend verkauften Alben wurde trotzdem in wenigen Wochen geknackt.
Zum Schluß gibt es eine große Abschiedstour. Ein letzter Kraftakt, um die einst so großartige Band WIZO in Würde zu Grabe zu tragen. 35 Konzerte, einmal komplett durch Deutschland, Österreich, die Schweiz. Eines in Ungarn und dann noch das erste und zugleich letzte WIZO-Konzert in Italien. Zwei Stunden werden die Drei auf der Bühne stehen, sich quer durch alle ihre Alben spielen und gemeinsam mit ihren Fans den Abschied feiern. Manch einer wird sich wehmütig an vermeintlich bessere Zeiten erinnern. Andere werden die Sindelfinger zum ersten Mal sehen und danach vielleicht erst jenes schmutzigschöne Punkrock-Universum entdecken, die Bands wie WIZO in ihrer musikalischen Wucht und Widersprüchlichkeit hervorgebracht hat.
Axel Kurth wird dieses Kapitel seines Lebens hinter sich lassen. Zwar mit Wehmut und Ungewißheit, aber auch mit der Aussicht auf neue Taten. Und wenn er daran denkt, daß er sich nach der Tour in künftige musikalische Projekte stürzen kann, freut er sich darauf fast genauso, wie damals auf dem Schulhof.




Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung